Die Bankenpolitik der mittelständischen Unternehmen

Die Bankenpolitik der mittelständischen Unternehmen

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Inhaltsangabe:Gang der Untersuchung: In der vorliegenden Arbeit wurde zu Beginn auf die Charakteristika einer Unternehmen-Bank-Beziehung mit ihren unterschiedlichen Ausgestaltungen eingegangen. Diese VielfAcltigkeit und die Entwicklung der Unternehmen-Bank-Beziehungen machen die Existenz einer Bankenpolitik notwendig. AnschlieAŸend folgte die Untersuchung der A¼berwiegend von mittelstAcndischen Unternehmen nachgefragten Bankleistungen, die als Grundlage fA¼r die in Teil D aufgefA¼hrten geschAcfts- bzw. produktspezifischen Auswahlkriterien dient. Zusammen mit den allgemeinen bankspezifischen Kriterien ergibt sich das Anforderungsprofil, welches die Bank mit ihren FAchigkeiten zu erfA¼llen hat. Um nun die fA¼r das Unternehmen geeignetsten Banken zu selektieren, muAŸ das Anforderungsprofil dem FAchigkeitsprofil der Banken gegenA¼bergestellt werden. MApgliche Hilfsmittel sind dabei Bewertungssysteme, wobei in dieser Arbeit nAcher auf die Scoring-Methode eingegangen wurde. Diese ermApglicht, im Gegensatz zu rein subjektiven Bewertungsmethoden, die einer Bankenpolitik widersprechen, die Einbeziehung von quantitativen und qualitativen Merkmalen in die Bewertung. Die Ergebnisse des Bewertungsvorganges, welche in Ranglisten zu ersehen sind, unterstA¼tzen die Auswahlentscheidung. Durch die so erzielte Systematisierung der Auswahlentscheidung ist dieser Vorgang transparent und A¼berprA¼fbar geworden und entspricht den Richtlinien einer aktiven Bankenpolitik. RegelmAcAŸige Kontrollen dienen der Anpassung der GeschAcftsverteilung auf bestehende und potentielle Bankverbindungen und sind somit Instrument der Steuerung von Bankverbindungen. Damit wird die Wahrscheinlichkeit, daAŸ nachgefragte Bankleistungen den FAchigkeiten der Banken entsprechen, erhApht. Eine derart aktiv gefA¼hrte Bankenpolitik ermApglicht es den Unternehmen bei entsprechender Vorgehensweise, die Zusammenarbeit mit Banken zu optimieren und als Folge einen Wettbewerbsvorteil daraus zu ziehen. Da dies auch die Finanzziele des Unternehmens und damit auch das A¼bergeordnete Unternehmensziel positiv beeinfluAŸt, wird die Notwendigkeit einer Bankenpoltik augenscheinlich. Der Markt fA¼r Finanzdienstleistungen unterliegt einem rasanten Wachstum. Grund hierfA¼r ist die Globalisierung, Deregulation, Desintermediation, Securitisation und die Computerisierung. Die traditionellen BankgeschAcfte werden durch Kapitalmarktdienstleistungen und Allfinanzprodukte erweitert. Dies fA¼hrt neben dem rasanten Wachstum zu einem verschAcrften Wettbewerb auf der Anbieterseite von Finanzdienstleistungen. Um die Gunst der Nachfrager bemA¼hen sich neben den traditionellen Anbietern wie Universalbanken, GeschAcftsbanken und WertpapierhAcusern verstAcrkt Near-Banks wie Versicherungen, Kapitalanlagegesellschaften und Kartenunternehmen. Weitere Konkurrenten der Kreditinstitute sind neuerdings multinationale Konzerne, Handelsketten und VersandhAcuser, sogenannte Non-Banks. Die Kreditinstitute reagieren auf diese WettbewerbsverAcnderungen durch strategische Allianzen und Fusionen sowie durch die Anwendung des Lean-Bankings. Als Folge ist eine intensivere Kunden- und Serviceorientierung festzustellen, welche eine after sale- Betreuung miteinschlieAŸt. Kreditinstitute errichten Service-Center und ermApglichen den Privat- und Firmenkunden durch moderne Kommunikationsmittel, wie z. B. dem Internet, GeldgeschAcfte effizienter zu erledigen. Auch kApnnen so Informationen, deren Stellenwert als Wettbewerbsfaktor kA¼nftig noch zunehmen wird, zur VerfA¼gung gestellt werden. Einige Kritiker sehen in dieser Zuwendung zum unpersApnlichen Kontakt eine weiter sinkende Bankentreue der Kunden. Doch steht diese Entwicklung erst am Anfang und gerade deshalb kApnnen sich bestimmte Kreditinstitute durch besondere Leistungen, wie z. B. die Bereitstellung von Ad-hoc-Mitteilungen, von ihrer Konkurrenz abheben. Einen Achnlichen ProzeAŸ durchlaufen mittelstAcndische Unternehmen. Sie bewegen sich ebenfalls in einem Umfeld stAcndiger VerAcnderungen und Anpassungen. Der zunehmende Wettbewerb zwingt kleine und mittlere Unternehmen Joint-Ventures, Kooperationen und Fusionen einzugehen. ZusActzlich betreiben groAŸe Konzerne vermehrt Outsourcing-AktivitActen, um eine stAcrkere Wettbewerbsposition zu erlangen. Dadurch werden die Unternehmen als Nachfrager von Bankleistungen immer anspruchsvoller, wenn es um die Befriedigung ihrer BedA¼rfnisse geht. Zum einen sind sie bzw. werden sie besser informiert und zum anderen hat der gestiegene Wettbewerb unter den Kreditinstituten zu einem selbstbewuAŸteren Auftreten der Unternehmen gegenA¼ber ihren Haus- und Hauptbanken gefA¼hrt. Diese Entwicklung hat eine abnehmende BankloyalitAct zur Folge, die sich in Zukunft weiter fortsetzen wird. Die aufgezeigten StrukturverAcnderungen werden vermehrt auch mittelstAcndische Unternehmen dazu bewegen, Kreditinstitute nach bestimmten Kriterien zu bewerten und mit Hilfe der daraus gewonnenen Erkenntnisse Bankverbindungen einzugehen bzw. zu lApsen. Der Einsatz von standardisierten Bewertungsmethoden vereinfacht die Anwendung einer Bankbewertung. Dies wird zu einer hohen Akzeptanz und einer schnellen Umsetzung unter den MittelstAcndlern fA¼hren. Da eine Bankenpolitik die Richtlinien einer Bankbewertung beinhalten sollte, wird die Existenz einer solchen fA¼r derartige Unternehmen unverzichtbar. Inhaltsverzeichnis: Inhaltsverzeichnis1 Abbildungsverzeichnis5 AbkA¼rzungsverzeichnis6 A.Einleitung8 I.Einordnung und Zielsetzung der Arbeit8 II.Vorgehensweise10 III.Definitionen10 B.Charakterisierung der Unternehmen-Bank-Beziehung14 I.Finanzintermediation als Basis einer Unternehmen-Bank-Beziehung14 II.Finanzwirtschaftliche Zielkonflikte zwischen Unternehmen und Banken15 1.Ziele der Unternehmen15 2.Ziele der Banken16 3.Zielkonflikte zwischen Unternehmen und Banken17 III.Bankenpolitik der Unternehmen18 IV.Arten der Unternehmen-Bank-Beziehung19 V.Entwicklung der Unternehmen-Bank-Beziehung22 C.Anforderungsprofil von Unternehmen24 I.Cash-Management24 1.Definition24 2.Instrumente26 a.Netting26 b.Cash Pooling27 c.Leading und Lagging29 d.Instrumente zur Float-Steuerung29 II.DatenA¼bertragungsformate31 1.Definition31 2.Arten31 a.DTA31 b.S.W.I.F.T31 c.EDIFACT32 III.WAchrungs- und Zinsmanagement33 1.Definition und Charakteristika33 a.WAchrungsmanagement33 b.Zinsmanagement36 2.Instrumente39 a.Forwards und Financial Futures39 aa.DevisentermingeschAcfte40 bb.Forward Rate Agreements41 cc.Devisen-Futures41 dd.Zins-Futures42 b.Optionen42 aa.Devisenoptionen43 bb.Zinsoptionen43 c.Swaps44 aa.Devisenswaps44 bb.Zinsswaps45 d.ZinsbegrenzungsvertrAcge45 aa.Caps45 bb.Floors46 cc.Collars46 IV.Corporate Finance47 1.Definition47 2.Arten48 a.Mergers a Acquisitions48 b.Projektfinanzierung50 c.Leasing55 D.Anforderungskriterien fA¼r die Auswahl von Banken59 I.Abgrenzung der bankspezifischen Kriterien59 1.Beratungsleistung59 2.Technischer Standard60 3.Geographische PrAcsenz60 4.Innovationskraft61 5.Finanzielle StabilitAct und GrApAŸe61 6.Preis61 7.Standing62 8.GeschAcftliche und persApnliche Beziehungen62 9.FlexibilitAct63 II.GeschAcftsspezifische Kriterien63 1.Cash-Management und DatenA¼bertragungsformate63 a.Beratung63 aa.Allgemeine Beratungsanforderungen64 bb.Instrumentspezifische Beratungsanforderungen65 b.Technik69 aa.Allgemeine technologische Anforderungen70 bb.Instrumentspezifische technologische Anforderungen74 c.Preis76 aa.Beratungsspezifische Preisanforderungen77 bb.Technologische Preisanforderungen79 2.WAchrungs- und Zinsmanagement81 a.Allgemeine Beratungsanforderungen 81 b.Produktspezifische Beratungsanforderungen84 c.Innovationskraft85 d.Finanzielle StabilitAct86 3.Coporate Finance87 a.Allgemeine Anforderungen87 b.Produktspezifische Anforderungen89 aa.Mergers a Acquisitions89 bb.Projektfinanzierungen92 cc.Leasing97 E.Die Bewertung von Bankverbindungen99 I.EntstehungsgrA¼nde99 II.Ermittlung des optimalen Eignungsprofils100 1.Bewertung der Kosten und ErlApse von Bankverbindungen.102 2.Bewertungsproblematik der qualitativen Anforderungskriterien104 3.Die Scoring-Methode106 III.Kontrolle und zukA¼nftige Steuerung der Bankverbindungen 108 F.Fazit112 Literaturverzeichnis115Die Unternehmen kApnnen das SWIFT-System grundsActzlich nur A¼ber angeschlossene Banken in Anspruch nehmen. ... C, EDIFACT EDIFACT ( Electronic Data Interchange for Administration, Commerce and Transport) ist ein von den Vereintenanbsp;...


Title:Die Bankenpolitik der mittelständischen Unternehmen
Author: Till Kleinlein
Publisher:diplom.de - 1999-02-04
ISBN-13:

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